Eine spanische Galeone, die als “Heiliger Gral der Schiffswracks” bezeichnet wird, soll aus dem Meer vor Cartagena in Kolumbien geborgen werden. An Bord wird ein Schatz im Wert von schätzungsweise 19 Milliarden Euro vermutet.

Spanien gehört zu einer Reihe von Ländern und Gruppen, die das Recht auf einen Teil oder den gesamten Schatz beanspruchen. 

Die kolumbianische Regierung hat einen Plan zur Bergung der San José angekündigt, bevor die Amtszeit von Präsident Gustavo Petro im Jahr 2026 endet.

Der Schatz soll im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft gehoben werden. Zur Beute des Schiffes sollen auch intaktes chinesisches Porzellan, Töpferwaren und Kanonen gehören.

Die Galeone wurde 1708 von der britischen Marine während eines Gefechts im Spanischen Erbfolgekrieg versenkt. Die San José sank 3.100 Fuß tief auf den Grund der Karibik und nahm alle bis auf 11 Personen der 600 an Bord befindlichen Menschen  mit sich. 

Man vermutet, dass sich noch 200 Tonnen Silber und Smaragde sowie schätzungsweise 11 Millionen Goldmünzen, die dem Vizekönig von Peru gehörten, auf dem Schiff befinden.

Das Wrack soll 2015 von der kolumbianischen Regierung entdeckt worden sein, doch eine andere Gruppe ist anderer Meinung.

Sea Search Armada behauptet, den Fund im Jahr 1981 gemacht zu haben und hat den Fall vor ein Londoner Gericht gebracht. 

Sie fordern 9,3 Milliarden Euro, etwa die Hälfte des Schatzes im Schiff.

Der kolumbianische Kulturminister Juan David Correa erklärte, dass Taucher der Regierung die von der Privatfirma angegebenen Koordinaten besucht und hatten dort nichts gefunden.

Aber Sea Search Armada sind nicht die Einzigen, die einen Anspruch auf den versunkenen Schatz stellen.

Spanien behauptet, es habe Anspruch auf einen Teil der Beute, da die San José ein spanisches Schiff mit überwiegend spanischen Passagieren gewesen sei.

Peru und Panama machen ebenfalls Eigentumsansprüche geltend, da die Güter ursprünglich von ihrem Land gestohlen wurden, während das bolivianische indigene Volk der Qhara Qhara ebenfalls einen Anteil fordert, da ihre Vorfahren, wie sie sagen, im 16. Jahrhunderten dazu gezwungen wurden, in den Minen zu arbeiten.

Juan David Correa sagte, die kolumbianische Regierung wolle ein archäologisches Labor einrichten, das die San José reinigen, inventarisieren und untersuchen soll, bevor das Wrack in ein nationales Museum gebracht wird. Er äußerte sich nicht dazu, wer den Schatz bekommen wird.

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