von Walter Finch

Trotz des Regens in dieser Woche befinden sich nur noch 2.394 Kubikhectometer Wasser in Málagas Stausee, ein drastischer Rückgang gegenüber über 3.000 Kubikhectometern vor einem Jahr. Die Region verzeichnete 2023 das trockenste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen im 19. Jahrhundert. So registrierte der Regenmesser am Flughafen von Málaga nur 179,3 Liter, den niedrigsten Wert seit dem Jahr 1872.

Das Jahr 2023 war nicht nur das Trockenste in der Geschichte, sondern auch das Erste, in dem die 200-Liter-Marke pro Quadratmeter in Málaga unterschritten wurde. 

Der bisherige Tiefstwert wurde im Jahr 2019 mit 204,6 Litern erreicht, gefolgt von 266,4 Litern im Jahr 1985. 

Im gesamten Einzugsgebiet des Guadalquivir ist der Wasserstand leicht um 2 Kubikhectometer auf 1.551 Kubikhectometer gestiegen, aber er liegt immer noch bei nur 19,32 Prozent der Kapazität, wie eine am Montag veröffentlichte Analyse der Regierung zeigt.

Ein 1,1-Millionen-Euro-Projekt wurde nun genehmigt, um Wasser aus dem Stausee La Concepción (Marbella) nach Málaga und an die Costa del Sol zu leiten, um so eine stabile Wasserversorgung für die über 600.000 Einwohner zu gewährleisten.

Unterdessen wird für 2024 das heißeste Jahr in der Geschichte Málagas angekündigt, was die klimatischen Probleme der Provinz noch verschärfen wird.

Der erhebliche Rückgang der Niederschläge in Verbindung mit hohen Temperaturen gibt Anlass zur Sorge über die möglichen Auswirkungen auf die Landwirtschaft, den Tourismus, die Wasserreserven und das gesamte Ökosystem der Region. In vielen Städten wurden bereits Wassersparmaßnahmen eingeführt, so auch in Rincon de la Victoria, wo die Wasserabschaltungen von Mitternacht bis 8 Uhr morgens verlängert wurden.

In Benalmádena wurde der Wasserdruck in 45 von 80 Ventilen der Stadt reduziert.

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