By Walter Finch – 6 Dec, 2023 @ 11:340

Während Andalusien auf Regen wartet, der nicht kommt, wird die Junta de Andalucia eine Reihe von immer extremeren Maßnahmen ergreifen, um die längste Dürre seit den 1960er Jahren zu bekämpfen.

Der 71 Millionen Euro teure Plan, der als “Sequia Plus”-Strategie bekannt ist, sieht vor, die Bohrungen in der Region zu verstärken und mobile Entsalzungsanlagen in den am stärksten von der Wasserknappheit betroffenen Gebieten zu installieren.

Darüber hinaus soll die Verwendung von aufbereitetem Wasser erhöht und die Wasserentnahmestellen an den Stauseen verbessert werden.

In den extremsten Situationen – als letzter Ausweg – wird das Wasser zu den Häfen von Algeciras und Malaga transportiert.

Stadträtin Carmen Crespo betont, dass sie hofft, dass durch die anderen Maßnahmen die Notwendigkeit, Wasser auf dem Seeweg zu transportieren, vermieden werden kann.

Sie fügte jedoch hinzu: “Wenn es in bestimmten Gebieten Andalusiens ab jetzt nicht mehr regnet, könnten die Schiffe bis zum nächsten Sommer notwendig sein”.

Trotz der letzten Regenfälle seit Anfang Dezember, die die andalusischen Stauseen etwas entlastet haben, bleibt die Lage kritisch.

Gebiete wie Campo de Gibraltar, Axarquia, Málaga, Los Pedroches, Städte in der Sierra und die Costa del Sol sind besonders von der Wasserknappheit betroffen.

Mobile Entsalzungsanlagen könnten bis zu 20 Hektoliter Wasser für Regionen wie die Costa del Sol, Axarquia und Fuengirola liefern.

Außerdem werden Anstrengungen unternommen, um die Versorgung mit aufbereitetem Wasser zu verbessern, das in die Grundwasserleiter eingeleitet wird, um deren Kapazität zu erhöhen.

Carmen Crespo

Carmen Crespo.

Die PP-Stadträtin Carmen Crespo sagt voraus, dass Andalusien gezwungen sein könnte, seine Wasserversorgung über die Häfen von Malaga und Algeciras zu beziehen.

Geplant sind auch Änderungen an den Wasserentnahmestellen der Stauseen, insbesondere am Andévalo-Stausee in der Provinz Huelva, der bis zu 100 Hektar mehr Wasser liefern könnte.

Diese Maßnahmen kommen zu den 1.097 Wasserbauprojekten hinzu, die die Regionalregierung in ganz Andalusien in Angriff genommen hat und von denen sich 111 in der Ausschreibungsphase befinden.

Die Initiative Sequia Plus erwartet Anfang Januar die Verabschiedung ihres vierten Dekrets.

Die Ankündigung erfolgt kurz nach dem wärmsten November, der in Spanien jemals verzeichnet wurde.

In der Provinz Málaga war es einer der wärmsten und trockensten Novembers seit 73 Jahren, verstärkt durch den Spätsommer der der Mittelmeerküste fast sommerliche Temperaturen bescherte.

Trotz des winterlichen Starts in den letzten Monat des Jahres 2023 werden in Andalusien für das Wochenende wieder Temperaturen um die 20 Grad erwartet.

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