von Walter Finch

„Ich habe 1 Million Euro für Kokain, Partys und Geschenke ausgegeben”, gestand der ehemalige Fahrer des andalusischen Arbeitsministers.

Der sogenannte “Kokain-Chauffeur” sagt endlich über den schockierenden Korruptionsskandal im Fall ERE der andalusischen Landesregierung aus.

Juan Francisco Trujillo sagte diese Woche vor den Richtern aus, dass er für sich und seinen ehemaligen Chef, den Arbeitsminister Javier Guerrero, bis zu 25.000 Euro pro Monat für Alkohol und Kokain ausgegeben habe.

Bei einem Konsum von fünf bis 10 Gramm pro Tag gab er zu, dass er über mehrere Jahre hinweg 1.475.000 Euro an staatlichen Subventionen ausgegeben habe.

Dem ehemaligen offiziellen Chauffeur drohen nun in einem Prozess vor dem Gericht von Sevilla 14 Jahre Gefängnis wegen seiner Verwicklung in den ERE-Fall, bei dem Gelder für Arbeitslosenhilfen und Fortbildungsmaßnahmen in einen sogenannten “Reptilienfonds” geflossen sind, der von Politikern und ihren Freunden genutzt wurde.

Sein Ex-Chef Guerrero, der 2020 starb, spielte eine zentrale Rolle bei der Entwendung von rund 680 Millionen Euro aus öffentlichen Kassen zwischen den Jahren 2000 und 2010.

Trujillo gründete gemeinsam mit Javier Guerro Scheinfirmen, um in den Genuss einer Brüsseler Subvention in Höhe von 450.000 Euro pro Unternehmen zu kommen.

Die EU-Gelder in Höhe von einer Million Euro gab er dann für sich und Guerrero für Koks sowie für den Kauf von Grundstücken und den Bau eines Hauses aus.

Außerdem erstand er für 70.000 Euro Gemälde, Uhren, ein Klavier, Kleidung und Handys.

“Ich bekenne mich nach wie vor schuldig”, sagte Trujillo vor dem Gericht, nachdem er nach Abschluss einer offiziellen gerichtlichen Untersuchung vor sechs Jahren dem Gefängnis entgangen war.

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